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Stress: Wenn dein Körper dir sagt, dass etwas im Job nicht stimmt

Kopfschmerzen am Sonntagabend. Verspannungen im Nacken. Schlaflose Nächte. Stress im Job ist nicht einfach zu viel Arbeit. Es ist das Signal deines Körpers, dass du gegen dich selbst lebst – gefangen in Mustern, die dich erschöpfen, obwohl du äußerlich funktionierst.

Warum klassische Stress-Tipps nicht funktionieren

Überall bekommst du die gleichen Ratschläge gegen Stress im Job:

  • Lerne Nein zu sagen
  • Setze Prioritäten und delegiere
  • Mache Pausen und praktiziere Achtsamkeit
  • Verbessere dein Zeitmanagement
  • Trenne Beruf und Privatleben

Alles richtig. Alles sinnvoll. Aber diese Tipps funktionieren nur, wenn Stress tatsächlich ein Organisations- oder Zeitproblem wäre.

Was aber, wenn dein Stress nicht durch zu viel Arbeit entsteht, sondern durch die inneren Kämpfe, die du täglich kämpfst, um in deinem Job zu überleben?

Dann helfen keine To-Do-Listen. Dann hilft keine Meditation am Morgen. Dann brauchst du keine bessere Work-Life-Balance, sondern ein Verständnis dafür, was wirklich in dir vorgeht.

Die unbequeme Wahrheit über Stress im Job

Vielleicht kennst du das:

  • Du machst Überstunden, obwohl du dir vorgenommen hattest, pünktlich Feierabend zu machen
  • Du sagst Ja zu Aufgaben, obwohl du weißt, dass es zu viel ist
  • Du spürst körperliche Symptome – Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen – aber arbeitest trotzdem weiter
  • Du fühlst dich erschöpft, noch bevor der Arbeitstag beginnt
  • Du kannst nachts nicht abschalten, grübelst über Gespräche, E-Mails, Fehler
  • Du hast irgendwie das Gefühl am falschen Platz zu sein, dass alles sinnlos ist und du eigentlich nur noch funktionierst.

Es sind Zeichen dafür, dass du in einem System funktionierst, das nicht zu dir passt – weil du ein geprägtes, konditioniertes, fremdes Leben führst.

Chronischer Stress im Job entsteht nicht durch zu viel Arbeit. Er entsteht, wenn du dich selbst verlierst, dich verbiegst, dich selbst verleugnest.

Der unsichtbare Stress: Innere Konflikte

Die meisten Menschen denken bei Stress an äußere Faktoren: zu viele Aufgaben, zu wenig Zeit, schwierige Kollegen, fordernde Chefs. Aber der tiefste Stress entsteht innen.

Innere Konflikte sind die unsichtbaren Stressoren:

  • Der Konflikt zwischen dem, was du (unbewusst) fühlst, und dem, was du zeigst
  • Der Konflikt zwischen dem, was du willst, und dem, was du glaubst, tun zu müssen
  • Der Konflikt zwischen deinen Bedürfnissen und deiner Angst vor Ablehnung
  • Der Konflikt zwischen deiner echten versteckten Authentizität und deiner Anpassung

Diese inneren Konflikte kosten unglaublich viel Energie – mehr als jede Deadline, mehr als jedes schwierige Meeting. Denn sie laufen permanent im Hintergrund, 24 Stunden am Tag.

Der Stress, den niemand sieht: Du lächelst höflich, während du innerlich wütend bist. Du nickst zustimmend, während du eigentlich widersprechen möchtest. Du sagst "Kein Problem", während dein Körper längst Alarm schlägt.

Wenn dein falsches Selbst Energie frisst

Vielleicht hast du gelernt, im Job eine Version von dir zu zeigen, die funktioniert. Eine Version, die angepasst ist. Eine Version, die nicht aneckt. Eine Version, die leistet, lächelt und loyal ist. Eine Version, die perfekt ist.

Dieses "falsche Selbst" ist keine bewusste Lüge. Es ist eine Überlebensstrategie, die in deiner Kindheit begann und die du heute perfektioniert hast. Es sind Prägungen, Glaubenssätze, innere Antreiber, die dich von klein auf angepasst und verbogen haben. Sie schützen dich vermeintlich vor Ablehnung, vor Konflikten, vor dem Gefühl, nicht genug zu sein. Sie lassen dich glauben, dass du einfach so bist. Sie haben einen Menschen geformt, der den Anforderungen der Gesellschaft zu Willen ist.

Aber sie kostet dich alles: deine Energie, deine Gesundheit, deine Lebendigkeit.

Was "falsches Selbst" wirklich bedeutet:

  • Falsche Loyalität: Du bleibst loyal zu Menschen, Werten oder Systemen, die dir nicht guttun – aus Angst, sonst nicht dazuzugehören
  • Vermeintliche Authentizität: Du glaubst, authentisch zu sein, aber zeigst nur die Seiten von dir, die akzeptiert werden
  • Überlebensmuster: Du funktionierst nach Mustern, die in der Kindheit sinnvoll waren, heute aber nur noch erschöpfen
  • Lebensbedrohliche Glaubenssätze: Tief in dir glaubst du, dass es gefährlich ist, du selbst zu sein – und dieser Glaube kostet dich täglich Kraft
Dein falsches Selbst ist kein Charakterfehler. Es ist ein Überlebensmechanismus, der heute nicht mehr dient – aber enorm viel Energie verbraucht, um aufrechterhalten zu werden.

Die 5 Stressmuster, die dich erschöpfen

Diese Muster sind keine Schwächen. Sie sind Strategien, die du entwickelt hast, um zu überleben. Aber heute verursachen sie chronischen Stress.

1. Der Perfektionismus-Stress

Du arbeitest perfekt, kontrollierst Details, machst keine Fehler. Innerlich stehst du unter Dauerdruck, weil der innere Kritiker niemals zufrieden ist. Jeder Fehler fühlt sich existenziell an.

2. Der Überverantwortungs-Stress

Du übernimmst zu viel, springst ein, rettest Situationen. Du glaubst, verantwortlich für alles und jeden zu sein. Dein Körper erschöpft, während andere sich zurücklehnen.

3. Der Anpassungs-Stress

Du passt dich an, vermeidest Konflikte, sagst Ja, obwohl du Nein meinst. Du schluckst deine Bedürfnisse runter. Dein Stress entsteht, weil du gegen dich selbst lebst.

4. Der Harmonie-Stress

Du sorgst dafür, dass alle zufrieden sind – nur du selbst nicht. Du vermittelst, glättest Wogen, nimmst Rücksicht. Deine eigenen Gefühle bleiben unausgesprochen und stauen sich.

5. Der Leistungs-Stress

Du glaubst, nur wertvoll zu sein, wenn du leistest. Pausen fühlen sich gefährlich an. Dein Selbstwert hängt an deiner Performance. Stillstand bedeutet Angst.

Erkennst du dich in einem (oder mehreren) dieser Muster wieder?

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Von Stress zu Burnout: Der Weckruf deiner Seele

Chronischer Stress im Job ist kein isoliertes Problem. Er ist ein Warnsignal. Und wenn du es ignorierst, wird es lauter.

Burnout ist kein plötzlicher Zusammenbruch. Es ist das Ergebnis von Jahren, in denen du gegen dich selbst gelebt hast. In denen du dich von deinem wahren Selbst entfremdet hast. Es ist ein gesunder Selbstregulierungsversuch. Es ist der Punkt, an dem dein Körper sagt: "Ich kann nicht mehr so tun, als wäre alles in Ordnung."

Die Stufen von Stress zu Burnout:

  1. Chronischer Stress: Du funktionierst noch, aber fühlst dich erschöpft. Die Erholung reicht nicht mehr.
  2. Innere Konflikte: Du merkst, dass etwas nicht stimmt. Du fühlst dich zerrissen, unecht, fremd.
  3. Körperliche Symptome: Dein Körper rebelliert mit Verspannungen, Schlafstörungen, Magen-Darm-Problemen, Herzklopfen.
  4. Emotionale Erschöpfung: Du fühlst dich leer, gleichgültig, hoffnungslos. Nichts macht mehr Freude.
  5. Burnout: Dein System schaltet ab. Du kannst nicht mehr funktionieren – und das ist der Weckruf deiner Seele.

Burnout ist kein Versagen. Es ist die einzige Möglichkeit deines Systems, dich zu stoppen, bevor du dich völlig verlierst. Es ist ein Signal, dass du dich dir selbst wieder zuwenden musst.

Der einzige Ausweg aus chronischem Stress

Es gibt keinen Trick. Keine schnelle Lösung. Keine App, die dir hilft, besser zu funktionieren, während du gegen dich selbst lebst.

Der einzige Ausweg ist Selbstreflexion.

Nicht die oberflächliche Version, bei der du dir einredest, dass alles gut wird, wenn du nur positiv denkst. Sondern die tiefe, ehrliche Auseinandersetzung mit den Fragen:

  • Wer bin ich wirklich – jenseits meiner Rolle im Job?
  • Welche Glaubenssätze treiben mich an?
  • Welche Loyalitäten halte ich aufrecht, die mir schaden?
  • Was bedeutet Authentizität für mich – wirklich?
  • Welche Überlebensmuster laufen täglich in mir ab?
  • Was brauche ich, um mir selbst wieder zu begegnen?
  • Wer bin ich wirklich und wo will ich hin?

Drei konkrete Schritte raus aus dem Stress:

  1. Beobachte deinen Körper: Dein Körper zeigt dir, wann du gegen dich selbst lebst. Verspannungen, Herzklopfen, Magendrücken – das sind keine Störungen, sondern Hinweise.
  2. Erkenne deine Muster: Wann sagst du Ja, obwohl du Nein meinst? Wann übernimmst du zu viel? Wann passt du dich an? Schreibe es auf.
  3. Gib dir Wissen und Zeit: Selbstreflexion braucht beides - Wissen über die Muster, die in dir wirken (Fawn Response, High Functioning, Überlebensstrategien, narzisstische Prägungen oder "einfach nur" limitierende, blockierende oder lebensbedrohlich Glaubenssätze), und kontinuierliche Auseinandersetzung damit. Einmalige Gespräche reichen nicht. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus, brauchst du regelmäßige Impulse, die dir helfen, tiefer zu schauen.

Wichtig: Das ist kein schneller Prozess. Es ist ein Weg zurück zu dir selbst. Aber es ist der einzige Weg, der nachhaltig aus chronischem Stress herausführt.

Stress im Job ist nicht dein Feind. Er ist ein Signal. Eine Einladung, hinzuschauen. Eine Aufforderung, zu erkennen, wo du gegen dich selbst lebst.

Der Stress verschwindet nicht, wenn du versuchst, ihn zu managen. Er verschwindet, wenn du aufhörst, dich selbst zu verraten.

Wenn du bereit bist, tiefer zu gehen und zu verstehen, welche unbewussten Muster, Glaubenssätze und Überlebensstrategien deinen Stress im Job antreiben, dann ist mein Newsletter genau das Richtige für dich.

Hier bekommst du keine Quick-Fix-Tipps, sondern echte Impulse für Selbstreflexion – damit du nicht nur funktionierst, sondern wieder lebst.

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