Logo Katja Wildfeuer Zurück zur Startseite

Konflikte am Arbeitsplatz: Warum sie sich immer wiederholen

Wieder ein Konflikt mit einem Kollegen. Wieder Stress mit dem Chef. Wieder das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Wenn sich Konflikte am Arbeitsplatz wiederholen, liegt das nicht an deinem Pech, sondern an unbewussten Mustern, die du mit dir trägst.

Das Problem mit klassischen Konfliktlösungen

Überall findest du die gleichen Ratschläge zu Konflikten am Arbeitsplatz:

  • Sprich das Problem offen an
  • Bleibe sachlich und professionell
  • Suche nach Kompromissen
  • Nutze Ich-Botschaften
  • Schalte bei Bedarf den Vorgesetzten ein

Alles richtig. Alles sinnvoll. Aber diese Tipps setzen voraus, dass beide Seiten bereit sind, den Konflikt zu lösen. Und sie ignorieren die wichtigste Frage:

Warum gerätst DU immer wieder in ähnliche Konflikte – auch wenn du den Job wechselst, auch wenn du die Strategien anwendest, auch wenn du dich bemühst, es anders zu machen?

Die Antwort liegt nicht in der Konfliktlösung. Sie liegt in den unbewussten Mustern, die dich bestimmte Konflikte anziehen lassen.

Warum sich Konflikte am Arbeitsplatz wiederholen

Vielleicht kennst du das:

  • Du wechselst den Job – und nach drei Monaten ist der neue Chef genauso schwierig wie der alte
  • Du nimmst dir vor, endlich Grenzen zu setzen – und sagst trotzdem wieder Ja, obwohl du Nein meinst
  • Du versuchst, Konflikte anzusprechen – aber verstummst, sobald Widerstand kommt
  • Du arbeitest perfekt – und wirst trotzdem kritisiert oder übergangen

Das ist kein Zufall. Und es liegt nicht daran, dass du es falsch machst.

Konflikte am Arbeitsplatz wiederholen sich, weil sie unbewussten Überlebensstrategien aus deiner Kindheit folgen. Diese Muster sind so tief in dir verankert, dass du sie nicht siehst – aber täglich lebst.

Dein Nervensystem sucht nicht nach dem, was gut für dich ist. Es sucht nach dem, was vertraut ist – selbst wenn es schmerzhaft ist.

Die 6 häufigsten Konfliktmuster am Arbeitsplatz

Diese Konflikte sind keine Charakterfehler. Sie folgen inneren Schutzlogiken, die irgendwann sinnvoll waren – heute aber Energie, Klarheit und Gesundheit kosten.

1. Übergangen werden

Du arbeitest zuverlässig, denkst mit, hältst den Laden am Laufen – und wirst trotzdem nicht gehört oder gefragt. Irgendwann entsteht innerer Rückzug, äußerlich bleibst du angepasst.

2. Ja sagen, Nein meinen

Du vermeidest Reibung, willst niemanden enttäuschen und schluckst regelmäßig deine eigenen Grenzen. Nach außen wirkst du kooperativ, innerlich wächst Frust und stille Wut.

3. Alles landet bei dir

Du springst ein, übernimmst Verantwortung, rettest Projekte – und wirst immer selbstverständlicher belastet. Andere lehnen sich zurück, während du dich innerlich leerläufst.

4. Kontrollzwang

Du kontrollierst Details, kannst schwer abgeben und bist ständig innerlich unter Druck. Kolleginnen fühlen sich bevormundet, während du dich alleingelassen fühlst. Anerkennung kippt in Ablehnung.

5. Emotionaler Rückzug

Du funktionierst professionell, bleibst sachlich und unabhängig. Emotionale Nähe meidest du. Andere erleben dich als kühl – und reagieren mit Druck, Rückzug oder Klammern.

6. Kurz vor dem Ziel scheitern

Projekte oder Karriereschritte brechen kurz vor dem Erfolg ab. Nach außen wirkt es unmotiviert, innerlich herrscht massive Anspannung. Konflikte entstehen durch enttäuschte Erwartungen.

Erkennst du dich in einem (oder mehreren) dieser Muster wieder?

Willst du verstehen, WARUM diese Muster entstehen?

In meinem ausführlichen Artikel auf Steady zum Thema "Welche Glaubenssätze gibt es?" erfährst du völlig kostenfrei, welche Glaubenssätze diese Konflikte immer wieder anziehen. Als Mitglied bekommst du einmal im Monat Selbstreflexions-Impulse und weitere Einblicke für deinen Ausstieg aus deinen Konflikten am Arbeitsplatz.

Jetzt auf Steady weiterlesen

Was steckt wirklich dahinter?

Hinter wiederkehrenden Konflikten am Arbeitsplatz stehen oft limitierende, blockierende oder sogar lebensbedrohliche Glaubenssätze – unbewusste Überzeugungen, die in der Kindheit entstanden sind.

Die häufigsten Glaubenssätze hinter Konflikten:

  • "Ich darf keine Fehler machen" → führt zu Perfektionismus und Kontrollzwang
  • "Ich bin nur wertvoll, wenn ich leiste" → führt zu Überarbeitung und Erschöpfung
  • "Ich darf niemanden enttäuschen" → führt zu Fawn Response und Grenzlosigkeit
  • "Ich bin für die Gefühle anderer verantwortlich" → führt zu emotionaler Selbstaufgabe
  • "Nähe ist gefährlich" → führt zu Distanz und Isolation
  • "Erfolg ist gefährlich" → führt zu Selbstsabotage kurz vor dem Ziel

Diese Glaubenssätze sind keine oberflächlichen Gedanken. Sie fühlen sich existenziell an – wie Wahrheiten über dein Überleben. Denn als Kind hast du begonnen, dies über dich zu glauben, um in deinem Umfeld zu überleben.

Der entscheidende Punkt: Es sind nicht die anderen, die sich ändern müssen. Es ist das unbewusste Muster in dir, das bestimmte Konflikte immer wieder anzieht und aufrechterhält.

Wie du deine Muster erkennst

Der erste Schritt zur Veränderung ist Bewusstsein. Stelle dir diese Fragen:

  1. Welche Konflikte wiederholen sich?
    Notiere die letzten 3-5 Konflikte am Arbeitsplatz. Gibt es ein Muster? Ähnliche Situationen, ähnliche Menschen, ähnliche Gefühle?
  2. Was fühlst du in diesen Momenten?
    Schuld? Scham? Hilflosigkeit? Wut, die du runterschluckst? Angst vor Ablehnung? Diese Gefühle sind Hinweise auf alte Wunden.
  3. Wie reagiert dein Körper?
    Erstarrst du? Wird dir heiß? Schnellt dein Herz hoch? Fühlst du dich klein? Dein Körper erinnert sich an frühere Bedrohungen.
  4. Kennst du dieses Gefühl aus deiner Kindheit?
    Gab es Menschen, die dich ähnlich behandelt haben? Situationen, in denen du dich genauso gefühlt hast?

Diese Fragen sind kein psychologischer Test. Sie sind der Anfang einer Reise zu dir selbst.

Was du jetzt tun kannst

Verstehen allein reicht nicht. Aber Verstehen ist der erste Schritt.

Drei konkrete Schritte:

  1. Beobachte deine Muster: Wenn der nächste Konflikt entsteht, halte inne und frage: "Kenne ich das?" Schreibe auf, was du fühlst.
  2. Stoppe die Selbstoptimierung: Affirmationen und positives Denken überdecken nur die Symptome. Geh tiefer. Fühle, was da ist.
  3. Suche Unterstützung: Tiefgreifende Muster löst du nicht allein auf. Ob durch psychologische Beratung, Therapie oder durch kontinuierliche Selbstreflexion (diese biete ich dir jeden Monat ausführlich auf Steady) – der Weg braucht Begleitung.

Wichtig: Diese Arbeit ist kein Quick Fix. Es ist ein Prozess. Aber es ist der einzige Prozess, der nachhaltig funktioniert.

Wenn du bereit bist, tiefer zu gehen und zu verstehen, welche Glaubenssätze, Überlebensstrategien und unbewussten Muster dich im Job erschöpfen, dann ist mein Newsletter genau das Richtige für dich.

Werde Unverbogen im Job

Melde dich für meinen wöchentlichen Newsletter an – kostenlos oder Premium. Jeden Freitag: Tiefe statt oberflächlicher Tipps. Für Mitglieder: Übungen, Reflexionsimpulse u.v.m.

⚠️ Warte kurz!

Willst du wirklich die gleichen Konflikte immer wieder erleben?

Hol dir jetzt meine 11 kostenlosen Übungen, um deine unbewussten Muster zu erkennen – ohne Affirmations-Zwang, dafür mit echten Erkenntnissen.

Ja, ich will die 11 Übungen Nein danke, ich bleibe lieber in meinen Mustern