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Loyalität: Wenn Treue im Job wichtiger ist als Gesundheit

„Ich kann das jetzt nicht ansprechen – ich bin loyal.“
„Das gehört sich nicht, wir müssen zusammenhalten.“
„Nach all den Jahren kann ich doch nicht einfach gehen.“

Loyalität gilt im Job als Charakterstärke. Als Beweis von Reife, Verlässlichkeit und Integrität.

Was kaum jemand ausspricht:
Loyalität ist eines der Konzepte, die Menschen im Job am häufigsten krank machen.

Warum Loyalität im Job so hoch bewertet wird

Loyalität klingt nach Stabilität. Nach Verlässlichkeit. Nach Sicherheit.
Unternehmen lieben loyale Mitarbeitende – und Führungskräfte oft genauso.

  • Loyale Menschen stellen keine unbequemen Fragen
  • Loyale Menschen halten auch dann noch durch, wenn es schwierig wird
  • Loyale Menschen stellen das System nicht infrage

Loyalität sorgt für Ruhe im System – nicht für Gesundheit.

Das Problem ist nicht Loyalität an sich.
Das Problem ist: Loyalität richtet sich fast nie nach innen.

Alltägliche Loyalitätsfallen im Arbeitsleben

Vielleicht kennst du solche Situationen:

  • Du bleibst, obwohl du innerlich längst gekündigt hast – „wegen des Teams“
  • Du verteidigst Entscheidungen, hinter denen du fachlich nicht stehst
  • Du schluckst Kritik, um dem Unternehmen nicht zu schaden
  • Du stellst deine Werte hinten an, weil „man das hier eben so macht“
  • Du akzeptierst dir gegenüber stillschweigend Verhaltensweisen, die eigentlich nicht zu akzeptieren wären

Nach außen wirkt das professionell.
Innerlich entsteht etwas anderes: Dissonanz.

Loyalität, die dich zwingt, gegen dich selbst zu handeln, ist kein Wert. Sie ist ein innerer Konflikt.

Warum Loyalität fast nie dir selbst gilt

Im Arbeitskontext ist Loyalität fast immer nach außen gerichtet:

  • loyal gegenüber Vorgesetzten
  • loyal gegenüber Kolleg:innen
  • loyal gegenüber dem Unternehmen
  • loyal gegenüber „dem System“

Loyalität gegenüber den eigenen Grenzen, Werten oder der eigenen Gesundheit wird selten eingefordert – und noch seltener belohnt.

Die häufigsten Loyalitätsmuster im Job

1. Durchhalten um jeden Preis

Krank zur Arbeit, Überstunden selbstverständlich, Erschöpfung wird ignoriert – man will niemanden im Stich lassen.

2. Schweigen statt Klarheit

Missstände werden gesehen, aber nicht angesprochen – aus Angst, illoyal zu wirken.

3. Werte verbiegen

Entscheidungen werden mitgetragen, die sich innerlich falsch anfühlen.

4. Schuld beim Gehen

Kündigung fühlt sich nicht nach Entwicklung an, sondern nach Verrat.

5. Selbstverantwortung abgeben

„Ich kann ja nichts machen“ – Loyalität ersetzt Eigenverantwortung.

6. Innere Kündigung

Äußerlich loyal, innerlich längst nicht mehr verbunden.

Willst du verstehen, warum Loyalität so mächtig wirkt?

In meinem ausführlichen Steady-Artikel gehe ich tiefer darauf ein, wie Loyalität wirklich definiert ist und welche massiven Auswirkungen sie auf dich hat.

Auf Steady weiterlesen

Was wirklich hinter Loyalität steckt

Loyalität ist selten eine freie Entscheidung.
Häufig steckt dahinter ein alter innerer Satz:

  • „Ich darf nicht verlassen.“
  • „Ich bin verantwortlich für das Ganze.“
  • „Wenn ich gehe, schade ich anderen.“

Loyalität entsteht oft dort, wo Abgrenzung früher nicht sicher war.

Was du jetzt tun kannst

Drei erste Schritte:

  1. Beobachte, wem deine Loyalität gilt – und wem nicht
  2. Spüre, wo Loyalität dich innerlich enger macht
  3. Erkenne: Loyalität ohne Selbstbindung ist Selbstverrat

Loyalität ist kein Wert an sich.
Sie wird erst dann gesund, wenn sie auch dir selbst gilt.

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