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Perfektionisten: Warum im Job gut nie gut genug ist

Du gibst dir Mühe. Du denkst mit. Du kontrollierst Details, bevor andere sie überhaupt wahrnehmen. Perfektionisten gelten im Job als zuverlässig, leistungsstark und engagiert – und sind innerlich oft permanent unter Druck.

Wenn du Perfektionist bist, dann liegt das nicht an deinem hohen Anspruch. Sondern an einem unbewussten Muster, das dich antreibt – und langsam erschöpft.

Das Problem mit Perfektionismus im Job

Perfektionisten bekommen oft genau die Verstärkungen, die ihr Muster noch intensivieren:

  • „Du hast halt hohe Ansprüche.“
  • „Qualität braucht Zeit.“
  • „Andere wären froh über dein Engagement.“
  • „Ohne dich würde hier vieles nicht laufen.“

Das klingt wertschätzend – ist aber gefährlich. Denn es übersieht die entscheidende Frage:

Warum können Perfektionisten nicht aufhören, obwohl sie längst erschöpft sind – selbst dann, wenn niemand mehr Druck ausübt?

Die Antwort liegt nicht im Anspruch an die Arbeit. Sie liegt in der inneren Logik, die Perfektionisten antreibt.

Warum Perfektionisten im Job nie ankommen

Vielleicht erkennst du dich hier wieder:

  • Du arbeitest mehr als andere – und hast trotzdem das Gefühl, nicht genug zu sein
  • Fehler fühlen sich nicht ärgerlich an, sondern bedrohlich
  • Lob beruhigt dich nur kurz, Kritik trifft dich tief
  • Du kannst schlecht abgeben, weil du das Gefühl hast, andere genügen deinem Anspruch nicht

Perfektionisten streben nicht nach Exzellenz. Sie versuchen, inneren Druck zu vermeiden.

Perfektionismus ist kein Leistungsmerkmal. Er ist eine Überlebensstrategie.

Die häufigsten Muster von Perfektionisten im Job

1. Fehlervermeidung um jeden Preis

Jeder Fehler fühlt sich existenziell an. Kontrolle gibt Sicherheit – kostet aber enorme Energie.

2. Permanente Selbstkritik

Egal wie gut die Leistung ist – innerlich reicht es nie. Der innere Kritiker ist ständig aktiv.

3. Überverantwortung

Perfektionisten tragen mehr, als ihrem Aufgabenbereich zugeordnet ist – weil sie sich schuldig fühlen, wenn etwas nicht perfekt ist.

4. Angst vor Sichtbarkeit

Lieber noch einmal überarbeiten, als sich zeigen. Perfektion schützt vor Bewertung.

5. Erschöpfung ohne Pause

Entspannung fühlt sich nur erlaubt an, wenn alles erledigt ist – was nie der Fall ist.

6. Nähe zu Burnout

Viele Perfektionisten landen im Burnout, ohne je „auffällig“ gewesen zu sein. High Functioning, eine Überlebensstrategie, wird in unserer Gesellschaft gefeiert. Auf Kosten der Betroffenen.

Willst du verstehen, WARUM Perfektionisten so ticken?

In meinem ausführlichen Artikel auf Steady erfährst du völlig kostenfrei, welche Glaubenssätze es gibt. Wenn du diese kennst, verstehst du, was u.a. hinter Perfektionismus steht – und warum er sich so hartnäckig hält.

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Was wirklich hinter Perfektionismus steckt

Perfektionisten sind nicht so geworden, weil sie „zu ehrgeizig“ sind. Sondern weil sie früh gelernt haben:

  • „Fehler sind gefährlich.“
  • „Ich werde nur gesehen, wenn ich leiste.“
  • „Sicherheit entsteht durch Kontrolle.“

Perfektionismus schützt nicht vor Versagen – sondern vor alten Gefühlen von Ohnmacht, Scham oder Liebesentzug.

Wie du erkennst, ob du Perfektionist bist

  1. Fühlst du dich erst dann ruhig, wenn alles erledigt ist?
  2. Machst du dir innerlich Druck, auch wenn niemand sonst es tut?
  3. Ist „gut“ für dich selten gut genug?

Wenn du mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortest, dann ist Perfektionismus kein Charakterzug – sondern ein Muster.

Was du jetzt tun kannst

Drei erste Schritte:

  1. Beobachte deinen inneren Druck – ohne ihn zu optimieren
  2. Hinterfrage, wovor Perfektion dich schützt
  3. Hol dir Begleitung – denn Muster lösen sich nicht durch Disziplin

Wenn du tiefer verstehen willst, warum Perfektionismus dich antreibt – und wie du aus dieser inneren Enge aussteigen kannst – dann ist mein Newsletter der richtige nächste Schritt.

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